Wildschwein

Eine bekannte Wildart thüringischer Wälder ist das Wildschwein (Sus scrofa). Es ist ein anpassungsfähiger Waldbewohner des Laubwaldgürtels Eurasiens und Nordafrikas. Durch den Menschen ist sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet wesentlich vergrößert worden. Infolge von Einbürgerung bewohnt es heute Neuseeland sowie Nord- und Südamerika. In England wurde es im Mittelalter ausgerottet. Das Wildschwein ist eine häufige Wildart Thüringens. In seinem gesamten Verbreitungsgebiet wird es stark bejagt.

Wildschweine sind Allesfresser. Die Zusammensetzung ihrer Nahrung ist stark von der Jahreszeit und den Gegebenheiten des jeweiligen Lebensraumes abhängig. Den Hauptanteil haben Wald- und Feldfrüchte, wobei Bucheckern und Eicheln eine heraus- ragende Rolle spielen. Aber auch tierische Nahrung wie Mäuse, Vogeleier sowie Insekten und deren Larven wird verzehrt. Um an ihre Nahrung zu kommen, wühlen sie mit den kräftigen Schnauzenteilen den Boden auf. Ihre Wühltätigkeit richtet in der Landwirtschaft Schäden an, in der Forstwirtschaft wird sie hingegen sehr geschätzt. Dort hat sie einen wesentlichen Anteil an der Verbreitung der Pflanzen und der Vermin- derung schädlicher Waldinsekten und Kleinsäuger.