Feldhase - Langohr mit Ansprüchen
"Meister Lampe" bevorzugt abwechslungsreiche Strukturen der offenen Landschaft. Er besiedelt auch Wald-ränder und Gebüsche. Im Gegensatz zum Wildkaninchen gräbt er keinen Bau, sondern scharrt sich nur eine flache Mulde. In dieser verbringt er seine Ruhephasen.
Naht beispielsweise ein Fuchs, "drückt" sich der Hase regungslos an den Boden und läßt ihn bis zu 3 m he-rankommen - er ist daher alles andere als ein "Angsthase". Wird diese kritische Distanz unterschritten, hat er keine andere Chance, als das "Hasenpanier zu Ergreifen" und seine berühm-ten Haken zu schlagen. Kurzzeitig erreicht er dabei eine Laufgeschwindigkeit von 70 km/h.
Auf Grund der vielen Feinde muß der Feldhase seine Verluste durch eine Vielzahl von Jungtieren ausglei-chen. Die Nestmulde - Sasse genannt - wird im Frühjahr und Frühsommer auf Wiesen oder Feldern ange-legt. Drei- bis viermal im Jahr bringt die Häsin bis zu 6 Junge zur Welt. Sie kommen behaart, sehend und mit Zähnchen zur Welt. In großen Zeitabständen werden sie von der Häsin aufgesucht und mit einer sehr fett-reichen Nährmilch gesäugt.



