Kleinstgewässer - Leben im letzten Rest

In Fahrspuren unbefestigter Wege und in kleinen Bodensenken sammelt sich im Frühjahr Wasser. Heute findet man solche unbefestigten und wenig befahrenen Wege nur noch selten.

In kleinen Pfützen siedeln sich in kurzer Zeit Frösche, Kröten und Insekten an und können hier bis zur Austrocknung des Gewässers für ihren Fortbestand sorgen.

Viele Arten haben sich diesem speziellen Rhythmus des kurzzeitigen Angebotes an Nahrung und Lebensraum angepaßt und damit ihre ökologische Nische gefunden.

Die Stimmen einiger Amphibienarten dieses Lebensraumes sind weithin zu hören und dienen der Partnerfindung, aber auch der Revierabgrenzung.

Die Gelbbauchunke ist auf diese offenen, sich ständig erneuernden Lebensräume angewiesen. Wegen ihrer geringen Größe und der dem Erdreich angepaßten Färbung der Oberseite lassen sie sich selbst in kleinen Pfützen nur schwer auffinden.  Sie erreicht in Thüringen ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Im westlichen Thüringer Becken hat sie auf einem ehemaligen Militärübungsplatz ihr zahlenmäßig größtes Vorkommen in Deutschland.