Zwergmaus

Das kleinste aller einheimischen Nagetiere ist tagaktiv und lebt verborgen in der offenen Landschaft. Bevorzugte Lebensräume sind halmreiche Riedgraswiesen und Seggenbestände, manchmal siedeln sie auch in Getreidefeldern.

Zwergmäuse klettern geschickt in hohen Gräsern und auf Stauden. Im Gegensatz zu anderen Mäusen legen sie Hochnester an, die Vogelnestern sehr ähnlich sehen. Sie bauen sowohl lockere Schlafnester mit zwei Eingängen, als auch festere Brutnester mit nur einem Eingang.

In diesen Brutnestern werden von einem Weibchen bis zu siebenmal im Jahr zwei bis sechs Junge geboren. Die Jungen sind nach ein bis anderthalb Monaten geschlechtsreif.

Die Hauptnahrung der Zwergmäuse sind Sämereien der Hochgraszone und darin lebende Insekten. Selbst große Insekten wie Grüne Heupferde werden überwältigt. Im Winter steigt der Anteil an tierischer Nahrung. Sie können geschickt in Schilfhalmen lebende Larvenstadien der Insekten freilegen.