Goldfische

Seit rund 1000 Jahren werden Goldfische in China als Zierfische gehalten und gezüchtet. Sie stammen von der ostasiatischen Unterart des Giebel ab (Carassius auratus auratus). Goldfische zeigen gelegentlich groteske Abänderungen der normalen Fischgestalt. Diese Eigenart wurde von den Chinesen und Japanern zur Züchtung verschiedener Spielarten genutzt, von denen es allein in China 400 geben soll. Die bekanntesten sind Schleierschwanz, Teleskopschleierschwanz und Löwenkopf.

Goldfische gelangten erstmals im 17. Jahrhundert nach Europa. Zunächst wurden sie in Königs- und Fürstenhäusern gehalten, fanden aber bald weite Verbreitung. Aufgrund ihrer Farbenpracht werden sie heute auch gern in Gartenteichen gehalten, sind jedoch nicht winterfest.

Gewässer von der Größe eines Gartenteiches sind jedoch von Natur aus fischfrei. Entsprechend empfindlich reagieren heimische Tiere dieses Lebensraumes - Amphibien und speziell angepasste Wasserinsekten - auf den Fischbesatz. Die Haltung von Goldfischen ist deshalb mit der Ansiedlung typischer Tiere solcher Gewässer unvereinbar.