Der Holunder (Sambacus nigra)
Der Holunder kann 7 Meter, in seltenen Fällen bis 10 Meter hoch werden. Er siedelt sich auf frischem, stickstoffreichem, humosem und tiefgründigem Boden an. Die Zweige haben ein weißes und weiches Mark. Von Mitte Mai bis Juli kann man die schirmförmigen Doldenblüten finden, die einen starken Duft ausströmen. Die Beeren werden gern von Vögeln gefressen, die den Samen wieder ausscheiden und so entscheidend zur weiteren Verbreitung des Holunders beitragen.
Der Holunder stand beim Volk in hoher Achtung, denn all seine Teile sind verwendbar. Blüten, Blätter, Beeren und Rinde finden auch heute noch in der Medizin Anwendung. Als Hausapotheke wuchs er nahezu an jedem Bauernhaus, galt als Wohnort der guten Hausgeister und durfte nicht beschädigt werden.
"Vor dem Holunder muss man den Hut abnehmen" ist ein alter, weit verbreiteter Bauernspruch.



