Neubürger unserer Landschaften

Während zahlreiche heimische Arten in ihrem Bestand in den letzten Jahren bedrohlich abgenommen haben, tauchen neue Arten als Neubürger unserer Landschaften auf und werden zum Teil heimisch. Ihre Herkunft ist dabei genauso verschieden wie der Prozess der Einwanderung.

Mufflon (Ovis ammon) und Damhirsch (Cervus dama) sind aus rein jagdlichen Gründen bewusst eingebürgert worden.

Waschbär (Procyon lotor), Mink (Mustela vison) und Bisamratte (Ondatra zibethica) entkamen mehr oder weniger zufällig aus Pelztierfarmen und pflanzten sich in der neuen Umgebung erfolgreich fort.

Der Marderhund (Nyctereutes procyonoides) wurde in Osteuropa eingebürgert und hat sich seitdem ständig nach Westen ausgebreitet.

Türkentaube (Streptopelia decaocto), Beutelmeise (Remiz pendulinus), Brandgans (Tadorna tadorna) und Reiherente (Aythya fuligula) sind wiederum Tierarten, die spontan ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erweiterten, ohne dass man dafür immer Ursachen benennen kann.