Arche Noah

Im Keller des Museumsgebäudes gelangt man nach der Ausstellung "Kostbarkeiten aus dem Mineralreich – Die Sammlung Schwethelm" zu einem schwankenden Schiffskörper.

Während eine Wanderratte versucht, über ein Tau noch auf Deck zu klettern, sind links in Käfigen einige Tiere (Hausziege, Wildkaninchen und Dingos) zu sehen, denen man den Zutritt auf die Arche verweigert. Ein junges Mädchen versucht schnell noch ein Wisentkalb ab Bord zu ziehen.

Schauen Sie sich die Passagiere der Arche einmal in aller Ruhe an. Es sind Tiere aus aller Herren Länder – einer alten Utopie entsprechend Raubtiere friedlich neben ihrer Beute. Wenn Sie etwas über die Insassen der Arche wissen möchten, so informiert Sie unser Audioguide: über die Herkunft, allerlei Wissenswertes zu Biologie und Verhalten und natürlich über die Probleme der einzelnen Arten in unserer modernen Welt.

Die linke Schatzkammer hat uns der Zoll gefüllt. Mit all den Mitbringseln von Urlaubern, die ungewollt zum Artensterben beitragen: Pelze, Schlangenlederschuhe, Schildkrötenpanzer, geschnitztes Elfenbein, Nashorn und Elefantenfüße.

Die Arche Noah ist das Symbol für die Bewahrung der Artenvielfalt. Sie veranschaulicht die Verantwortung des Menschen für den Erhalt des Lebens auf der Erde. Der Mensch muss jenseits von ökonomischen und politischen Tagesproblemen den Fortbestand des Lebens auf der Erde gewährleisten. Ein Versagen kann er sich aus dem ganz egoistischen Grund der eigenen Arterhaltung nicht leisten.

Lassen Sie sich in einen realen Schiffskörper entführen, mit exzellenten Präparaten und moderner Ausstellungstechnik. Sie erhalten einen Eindruck von der Arten- und Formenfülle des Lebens, aber auch von der Verletzlichkeit der Ökosysteme.

Wie in der Wirklichkeit sieht man manches Detail erst auf den zweiten Blick.

Unser Geheimtipp: Unter der Schiffsbrücke erzählt die Schiffsratte Rainer den kleinen Besuchern die Geschichte der Arche Noah: "Wie es wirklich war!". Es sollen sich aber auch schon Erwachsene aufs Köstlichste amüsiert haben...