Ceratitenpflaster vom Drosselberg bei Erfurt
Fossil erhaltener Meeresboden, Oberer Muschelkalk
evolutus-Zone (230 Mio. Jahre)
Auf der Dachfläche einer bis zu 12cm mächtigen Schillkalkbank lagern die Reste von ca. 2000 Ceratiten in Steinkernerhaltung oder als Abdruck.
Nach dem Tod der Tintenfischähnlichen Tiere erfolgte die Füllung der leeren Gehäuse mit Kalkartigen Sediment und dessen Verfestigung. Danach waren die Steinkerne längere Zeit den erosiven Kräften des bewegten Meereswassers ausgesetzt. Daraus resultiert ihre relativ schlechte Erhaltung. Besonders auffällig und ästhetisch sind Lebensspuren im zu Stein gewordenen Grundschlamm (Rhizokorallium).
Auf der Platte verteilt lagern noch Teile von Muscheln, Schneckcen und Fischen. Neben diesen fossilen Lebensresten ermöglicht uns der struktuierte Meeresboden mit seinen Rinnen und Wellenrippeln noch Aussagen zu Stömungdverhältnissen und Wassertiefe. Er vermittelt uns somit ein Bild der ökologischen Verhältnisse dieser Zeit.



