Jura

von 210 bis 135 Millionen Jahren

 

Name: entlehnt vom Schweizer Jura-Gebirge

Der Kontinent Pangaea beginnt auseinanderzubrechen

 

Die Epoche des Germanischen Beckens war nach dem Lias abgeschlossen. Das jurassische Meer hatte über die Hessische Straße zur Tethys Verbindung und war nur durch die Vindelizische Schwelle vom Südmeer abgegrenzt. Am Ausgang des Jura vollzogen sich Hebungsvorgänge (jungkimmerische Krustenbewegungen) und ließen große Teile Mitteleuropas zu Festland werden.

Lias-Sedimente sind im Thüringer Becken nur in kleinen Schollen in der Eisenach-Creuzburger- und Eichenberg-Gotha-Saalfelder-Störungszone erhalten geblieben.

Aufgeschlossen sind Ton-, Silt- und Feinsandsteine am Gr. Seeberg, am Rhönberg bei Wandersleben, im Flußbett der Apfelstädt bei Wechmar und in Eisenach/Nord. Bedeutende Vertreter der Tierwelt sind Foraminiferen, Ammoniten, Belemniten, Muscheln, Armfüßer, Stachelhäuter, Moostiere und Insekten.

Im Lias erscheinen die ersten Knochfische, im Malm die ersten Vögel, eine Blütezeit erreichen die Saurier. Die Säuger bleiben weiterhin unbedeutend und klein. In der Pflanzenwelt dominieren Farne, Palmfarne, Ginkgogewächse und Nadelbäume.