Keuper

von 230 bis 210 Millionen Jahren

 

Name: "Geköpert" - Dialektausdruck für bunt bzw. von fränkisch "Keiper"

Das einstige Muschelkalkmeer schrumpfte zu einer weiten Deltalandschaft mit verflachenden Becken, Lagunen und brackischen Binnenseen. Trotz langsamer Verlandung des Beckens, kam es noch über alte Verbindungswege zu episodischen Meeresvorstößen in dieses flache Land. Keupersedimente füllen das Zentrum des Beckens aus, das morphologisch als eine offene flachwellige Feldhügellandschaft erscheint. Im Drei-Gleichen-Gebiet ist der Mittlere Keuper (Steinmergelkeuper) an den fast vegetationsfreien Hängen (Bad-lands) als ein klassischer Aufschluß ausgebildet. Im Unteren Keuper (Lettenkohlenkeuper) herrschten brackisch bis marine, im Mittleren Keuper (Gipskeuper) brackisch bis kontinentale Verhältnisse vor, während der Obere Keuper bereits wieder marin geprägt war (Rätsandstein).

Genutzt werden die Tonsteine als Ziegelrohstoff und die Sandsteine als wertvolle Bau- und Werksteine. Leitfossilcharakter haben Conchostraken, Ostrakoden, Muscheln und Schnecken.

Als Wirbeltierreste finden sich Fische, Amphibien, Reptilien und ab dem Rät die ersten primitiven Säuger. Pflanzliche Reste belegen die Existenz von Farnen, Schachtelhalmen, Palmfarnen, Bennettiteen und Nadelbäumen.