Zechstein
von 260 bis 250 Millionen Jahren
Bezeichnung des Kalksteines, aus dem die Mansfelder Bergleute ihre Zechengebäude errichteten.
Zu Beginn des Zechsteins erfolgte eine Transgression von NW über das heutige Nordseegebiet in die eingeebnete Molasse-Landschaft. Es entstand das Germanische Becken als ein zusammenhängendes flaches Schelfmeer. Das wiederholte Vordringen des Meeres mit anschließenden Abschnürungen, Verflachungen und Eindampfungen spiegelt sich in fünf Zyklen wider. Innerhalb eines Zyklus erfolgte eine rhythmische, chemische Sedimentation in der Löslichkeitsfolge von Kalk über Dolomit, Anhydrit, Steinsalz zu Kalisalz. Auf untermeerischen Schwellen und auf Klippen des Küstensaumes entstanden Algen-Bryozoen-Riffe (bei Pößneck und Bad Liebenstein).
Zechsteinausstriche finden sich am Nordrand des Thüringer Waldes und Schiefergebirges, am Südrand des Kyffhäusers und des Harzes. Sie werden morphologisch oft als Karstlandschaften erlebbar.
Bergbau wurde und wird auf Kupferschiefer, die Kaliflöze "Thüringen" und "Staßfurt" und auf Werra- und Hauptanhydrit betrieben.
Die Tierwelt repräsentiert sich vor allem mit Foraminiferen, Armfüßer, Moostiere und Fischen. Bei den Pflanzen überwiegen Nadelbäume.


