Die Kunst der Präparationen
Gemeinsame Ausstellung mit dem Nadwiślański Museum in Kasimierz Dolny/Polen
vom 26. Januar bis 15. April 2007
Die Präparation von Tieren, Pflanzen und Fossilien für wissenschaftliche Sammlungen und Ausstellungen verlangt heutzutage höchste Präzision und künstlerisches Handwerk.
Man sieht es jeder naturwissenschaftlichen Ausstellung an, ob ihre Objekte von Fachleuten geschaffen und gestaltet wurden, oder ob das präsentierte Tier- und Pflanzenmaterial zusammengekauft und -gestellt wurde. Mit der Ausstellung am Naturkundemuseum Erfurt wollen wir auf eine fachlich solide und notwendige Ausbildung von Präparatoren hinweisen und unserer Sorge Ausdruck verleihen, daß noch vorhandene Meister ihres Faches nicht in die Aus- und Weiterbildung mit einbezogen werden und ihre über Jahrzehnte erworbenen Erfahrungen nicht weitergeben können.
Präparation ist mehr als "Ausstopfen". Der Präparator muß je nach Anforderung das Objekt in einen dauerhaft haltbaren und wieder erkennbaren Zustand versetzen. Für Ausstellungen ist auf Natürlichkeit, richtige Bewegungsabläufe und/oder korrekte Körperhaltung zu achten. Tiere sollten "wie noch lebend" aussehen, dem Betrachter die Möglichkeit zur exakten Beobachtung bieten. Für wissenschaftliche Sammlungen ist eine Präparationsweise zu wählen, die allgemeingültige Untersuchungsmethoden (z.B. Meßverfahren) zuläßt und eine Vergleichbarkeit mit anderen Museumssammlungen ermöglicht.
Für all diese Zwecke sind in der Ausstellung erstklassige Beispiele zu sehen. Darüber hinaus wird ein Einblick in die vielfältigen Methoden der Präparation gegeben, der durch einen 30-minütigen Film vervollständigt wird.













