"Afrikanische Amphibien: Anpassungen in der Savanne und im Regenwald"
Afrikanische Amphibien: Anpassungen in der Savanne und im Regenwald
In Afrika findet man von trockenen Savannen bis zu super feuchten Regenwäldern, vom, Flachland bis in hochmontane Lagen, alle wichtigen tropischen Lebensräume wieder. Fast überall leben Amphibien, in Afrika sind dies Frösche und Blindwühlen (Salamander und Molche sucht man südlich der Sahara vergebens). Jeder Lebensraum stellt seine Bewohner vor ganz unterschiedliche, oft aber sehr anspruchsvolle Probleme. So fällt in den Savannen monatelang kein Regen, und selbst in den Wäldern sind viele Gewässer oft nur zeitlich begrenzt zur Fortpflanzung nutzbar.
Im Vortrag werden die verschiedenen, oft spektakulären Strategien vorgestellt, die Amphibien verfolgen, um den Herausforderungen ihres jeweiligen Lebensraumes zu begegnen. So lernen wir Riedfrösche kennen, die vor Feuer fliehen und in der Sonne dörren, ohne zu vertrocknen; Wendehalsfrösche, die mit Skorpionen leben, die Regenmenge messen und je nach Bedingungen unterschiedliche Strategien der Fortpflanzung verfolgen; Pfützenfrösche, die ihren Lebensraum detailliert „evaluieren“, Tigerfrösche, die erst mal testen ob arteigene, räuberische Kaulquappen schon im Tümpel sind, bevor sie ihre Eier legen (und so Kannibalismus vermeiden), Ferkelfrösche, die ihre Kaulquappen monatelang bewachen, Ochsenfrösche, die für ihre Kaulquappen Kanäle in andere Tümpel graben, um sie vor der Austrocknung zu retten und vieles mehr.
"Afrikanische Amphibien: Anpassungen in der Savanne und im Regenwald"
Vortrag von Dr. Mark-Oliver Rödel (Berlin)
im Rahmen einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) am Naturkundemuseum Erfurt vom 9. bis 11. März 2012
