Die Waldameisen (Formicidae)

Ameisen gehören wie Bienen, Hummeln, Wespen u.a. zur Ordnung der Hautflügler.  Flügel tragen im Gegensatz zu diesen jedoch nur die Ameisenmännchen und die Königin bis zur Begattung.  Ameisen leben sozial in einem Ameisenstaat, einer hochorganisierten Gemeinschaft mit Arbeitsteilung. Das Nest wird immer von einem Weibchen (Königin) gegründet. In ihm leben drei Kasten: 

  • eine oder mehrere Königinnen
  • Arbeiterinnen mit unterschiedlichen Aufgaben
  • Männchen zu bestimmten Zeiten

Das Ameisenvolk besteht fast nur aus Weibchen.  Die fruchtbaren Weibchen sind die Königinnen, die unfruchtbaren Weichen Arbeiterinnen. Alle Weibchen entstehen aus befruchteten Eiern der Königin. Aus unbefruchteten Eiern entwickeln sich Männchen. Sie treten nur im Frühjahr auf und sterben nach dem Hochzeitsflug und der Begattung der Königinnen ab.

Ameisen bauen ihre Nester oft über vermodernde Baumstümpfe aus Reisig und Nadeln.  Die so entstehenden Nesthügel dienen in erster Linie der Wärmieregulation. Zur Entwicklung der Maden und Puppen sind gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit notwendig.  Durch Öffnen und Schließen der Ausgänge sowie das Verlagern des Nachwuchses in andere Nestkammern sorgen die Ameisen für optimale Entwicklungsbedingungen. Ameisen eines Nestes erkennen sich untereinander am Geruch. Duftspuren markieren die Ameisenstraße.

Ein mittelgroßes Volk der Waldameisen kann von April bis Oktober ca. 10 Millionen Insekten vertilgen. Ihre Nahrung setzt sich zusammen aus:

  • 62 % Honigtau und Blütennektar
  • 33 % Insekten
  • 4,5 % ausfließende Baum- und Pflanzensäfte sowie größere Tierleichen
  • 0,5 % Hutpilze und Pflanzensamen