Gelbrand

Es gibt in der Gattung Dytiscus außer dem Gemeinen Gelbrand (Dytiscus marginalis L.)  noch sechs weitere heimische Arten mit ähnlicher Lebensweise. Der aus dem Griechischen kommende  wissenschaftliche Namebedeutet "Taucherchen", wodurch die aquatische Lebensweise angedeutet wird. Gelbrandkäfer bevorzugen stehende Gewässer. Hier leben sie räuberisch von Insekten, Amphibien und auch kleinen Fischen. Ihre Beute überwältigen sie mit Hilfe eines lähmenden Giftes, das durch die sichelförmigen Mundwerkzeuge in das Opfer injiziert wird.

Larven und Imagines (fertige Käfer) sind Luftatmer - sie müssen zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen. Durch ihre stromlinienförmige Gestalt und die von Schwimmhaaren gesäumten Ruderbeine sind sie ideal an ihren Lebensraum angepasst.

Die Männchen zeichnen sich durch stark erweiterte, mit Saugnäpfen ausgestattete Vorderfüße aus. Mit diesen halten sie sich bei der Paarung am Weibchen fest. Die Geschlechter lassen sich meist durch ihre glatte (Männchen) bzw. gefurchte (Weibchen) Oberfläche voneinander unterscheiden. Es gibt aber auch glatte Weibchen.

Die Larvalentwicklung vollzieht sich im Wasser, die Verpuppung jedoch an Land.