Orchester für Flügel und Bein

Die etwa 80 einheimischen Heuschreckenarten lassen sich u.a. auch am Gesang unterscheiden. Die Unterordnungen der Heuschrecken entwickelten  im Laufe ihrer Stammesgeschichte unterschiedliche Methoden zur Lauterzeugung:

Langfühlerschrecken (Ensifera) erzeugen den Gesang, indem sie die Flügeldeckenkanten aneinander reiben. Auch Grillen gehören zu den Langfühlerschrecken.

Kurzfühlerschrecken (Caelifera) reiben die Hinterbeine schnell an der Flügeldeckenkante entlang. Der Vorgang wird als Stridulation bezeichnet. Die Hörorgane befinden sich an verschiedenen Körperteilen. Kurzfühlerschrecken hören mit dem Hinterleib (1. Hinterleibssegment), Langfühlerschrecken haben ihre "Ohren" (die Tympanalorgane) im Vorderbein.