Wie kam die Eiche ins Museum?

Den Baum im Original zu verwenden, war nicht möglich. Bei der Trocknung würde er schrumpfen und reißen. Die Borke würde sich ablösen und allerlei Holzbewohner sich einnisten. Außerdem ist die Last von 8 t zu schwer für das Kellergewölbe. Nur ein Abguss kam daher in Frage.

Von einem Baugerüst aus, wurde Abdruck für Abdruck – insgesamt waren es 28 Segmente –vom Baum genommen. Die Form selbst wurde aus Silikonkautschuk und einer abschließenden Gipshülle gefertigt. Nach diesem Negativ entstand in monatelanger Arbeit der künstliche Stamm aus Polyesterharz mit einer Glasfaserverstärkung.

Um die Wurzel freizulegen musste der ohnehin kranke Baum gefällt werden. Dünnere Äste und Zweige wurden sorgfältig nummeriert , um sie nach Fertigstellung des künstlichen Stammes an Krone und Wurzel anzufügen.

Im Boden des Erdgeschosses wurde ein  9 m hohes Stahlrohr verankert, die Baumsegmente montiert und mit PUR-Schaum ausgefüllt. Die Übergangsstellen wurden kaschiert, damit Sie auch bei genauer Betrachtung die Übergangsstellen nicht erkennen können. Die echten Äste und Zweige bekamen ein Blätterkleid aus 20.000 unterschiedlich großen Kunstblättern, die in mühevoller Kleinarbeit Stück für Stück in vorgebohrten Löchern eingeklebt und gerichtet werden mussten. Abschließend wurde die Baumplastik besprüht und bemalt. Da steht sie nun!