Devon

von 410 bis 360 Millionen Jahren

Name: nach der englischen Grafschaft Devonshire

 

Die Großkontinente Euramerika und Gondwana bewegen sich auf Kollisionskurs. Durch die kaledonische Gebirgsbildung erfolgte eine weitgehende Umgestaltung Europas.

In Mitteleuropa entwickelte sich aus dem breiten Meeresgürtel der Silurzeit die variszische Geosynklinale, die im Norden von "Old-Red-Festland" und im Süden durch die "Alemanisch- Böhmische-Insel" begrenzt wurde. Im Oberdevon begann die Hebung der Mitteldeutschen Schwelle mit ihren Kristallinaufbrüchen von Ruhla und vom Kyffhäuser.

In Thüringen ist Devon vor allem an den Flanken der großen Sättel und Mulden des Thüringisch-Vogtländischen Schiefergebirges als Schiefer, Quarzite und Kalke verbreitet. Im Oberdevon kam es im Gefolde tektonischer Bewegungen zu Diabasvulkanismus. Von wirtschaftlicher Bedeutungist der Abbau von Kalkknotenschiefer ("Sallburger Marmor") als Werkstein und von Diabasen für die Schotter- und Splitgewinnung.

Als marine Organismen haben Leitfossilcharakter: Tentakuliten, Ostrakoden, Conodoten, Armfüßer, Kopffüßer, Dreilappkrebse, Hohltiere und Fische. Gratolithen und Tentakuliten sterben am Ende des Devons aus. Erste Amphibien erobern zusammen mit Fischen und flügellosen Insekten die Süßwasserareale. Baumartige Bärlapp- und Schachtelhalmgewächse, Ur-Farne und Ur-Samenpflanzen besiedeln erfolgreich das Festland.