Ordovizium
von 505 bis 440 Millionen Jahren
Name nach dem Gebiet der "Ordovizier", eines keltischen Volksstammes in Nord- und Ost-Wales.
Baltica und Teile Mitteleuropas driften zu Ur-Nordeuropa zusammen. Die weltweite Vorherrschaft der Meere und eine tektonisch-magmatische Unruhe sind kennzeichnend.
In Thüringen ist Ordovizium an den Flanken des Bergaer- und Schwarzburger Sattels vor allem als Quarzit- Schiefer Wechselfolge aufgeschlossen. Von wirtschaftlicher Bedeutung war der Bergbau auf Griffelschiefer in Steinach und auf silikatische oolithische Eisenerze (Chamosit, Thuringit) bei Schmiedefeld und Wittmannsgereuth.
Im Ordovizium kommt es zur Entfaltung der wirbellosen Meerestiere. In der tonigen Fazies sind es vor allem Graptolithen und in der sandig-kalkigen Fazies Dreilappkrebse, Kopffüßer, Arnfüßer, Muscheln, Schnecken, Hohltiere, Stachelhäuter und Schwämme. Die ersten Wirbeltiere, vertreten durch kieferlose Fische, erscheinen.
Die Flora ist durch Kalkalgen repräsentiert.


