Rotliegendes

von 290 bis 260 Millionen Jahren

 

Bezeichnung der Mansfelder Bergleute nach dem "roten toten Liegenden"

 

Der Superkontinent Pangaea und ein riesiges Weltmeer, die Panthalassa, entsteht.

Die epirogenen Hebungen im Gefolge der variszischen Faltung ließen große Landflächen trockenfallen. Der rote Abtragungsschutt (Molasse) des Variszischen Gebirges wird in langgestreckten, grabenartigen Innensenken (Oos-Saale-Senke) abgelagert. In den Molasse-Sedimenten sind lokal und nicht zeitgleich Laven und Tuffe eingeschaltet bzw. verdrängen diese völlig.

Das Rotliegende bildet im Thüringer Wald die Hauptmasse der Gesteine, als anstehende Vulkanite: Porphyre, Porphyrite, Melaphyre, Dolerite und als Sedimente: Konglomerate,  Sand-, Schluff- und Tonsteine.

Im Thüringer Wald bauen die Rotliegendvulkanite oft die Bergketten, Einzelberge (Inselsberg) und Felsklippen (Falkenstein) auf. Die Konglomerate sind in senkrechten Felswänden und Gründen (Drachenschlucht bei Eisenach) mit klammartigen Charakter aufgeschlossen.

Genutzt werden die Vulkanite als Schotter und Splitt und die Sandsteine als Bau- und Werksteine.

An fossilen tierischen Resten sind erhalten: Conchostraken, Ostrakoden, Insekten, Süßwasserfische, Amphibien und Reptilien.

Bei den pflanzlichen Resten sind es vor allem Bärlappe, Schachtelhalme, Farne, Farnsamer, Palmfarne, Ginkgogewächse und Nadelbäume.