Patenschaften des Naturkundemuseum

Exponat Zwergohreule, Frau Hildegard Preuß (Nürnberg) im April 2007

Als Patenschaft wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht bezeichnet. Eine Patenschaft unterscheidet sich von einer Partnerschaft darin, dass die beiden Teilnehmer nicht die gleichen Rechte und Pflichten besitzen, sondern eine einseitige Fürsorgeaufgabe wahrgenommen wird.

Es ist auch möglich, Namenspatenschaften dieser Art an Privatpersonen zu veräußern, diesen also gegen die Zahlung eines bestimmten Betrages das Namensgebungsrecht für einen öffentlichen Eigennamen vollständig oder geknüpft an bestimmte Bedingungen zu- zusprechen. Anstatt aufwendiger und teurer Namengebungskommissionen können auf diese Weise sogar Gelder eingenommen werden und in den meisten Fällen werden diese auch für gemeinnützige Zwecke verwandt bzw. im Sinne der für die Namensvergabe zuständigen meist öffentlichen Institution eingesetzt, was jedoch meist ebenso der Gemeinnützigkeit entspricht.

Da Namenspatenschaften gerade im Übergangsbereich zwischen öffentlichen und privaten Eigennamen kaum reglementierte Dienstleistungen darstellen, sollte man sich über den Träger und dessen Seriosität bzw. die Anerkennung des Rechtes auf Namensgebung durch eine bestimmte Organisation immer vergewissern. Ein bekanntes Beispiel für diese Art Patenschaft sind die nach Firmen benannten Sportstadien. Manche naturwissenschaftliche Sammlung ermöglicht es heute sogar Privatpersonen, gegen Zahlung einer Spende ein Objekt in der Sammlung, z. B. eine Tier- oder Pflanzenart, nach sich zu benenn

Folgende Exponate stehen zur Auswahl: 

Vögel: Thermometerhuhn, Blutfasan, Himalaya

Reptilien: Drusenkopf (Galapagos)

Säugetiere: Stummelschwanzhörnchen, Bechstein-Fledermaus, Pampasfuchs, Sibirische Tiger (Jungtiere), Taiwanesischer Serau

Bücher: Die lebenden Schnecken und Muscheln (Kassel 1873, R.Lehmann), Die Käfer von Mitteleuropa (Wien 1899, L. Ganglbauer), Naturgeschichte der Thiere in Bildern (Stuttgart 1840, G. H. Schubert)

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter matthias.hartmann@erfurt.de oder per Telefon: (0361) 655 5680.

 

NME, Januar 2009