Bergbaufolgelandschaften Deutschlands - geobotanische Aspekte und Rekultivierung
Referent: Dr. Henryk Baumbach, Jena
Der Abbau von Bodenschätzen wie zum Beispiel Braunkohle, Kalisalzen, Erzen aber auch Werksteinen und Erden ist in der Regel mit massiven Eingriffen in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild verbunden. Nach Beendigung des Bergbaus besteht für den Bergbautreibenden deshalb die gesetzliche Verpflichtung zur Rekultivierung der in Anspruch genommenen Flächen. Allerdings stellen Bergbaufolgelandschaften nicht selten auch struktur- und artenreiche Sekundärbiotope von hohem naturschutzfachlichem Wert dar und können zur Aufwertung ausgeräumter Agrarlandschaften beitragen. Die Rekultivierungspraxis steht deshalb oft in einem Spannungsfeld zwischen notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, Anforderungen der Nachnutzer und dem Erhalt der Biodiversität in der Bergbaufolgelandschaft.
Der Vortrag gibt einen Überblick über wichtige Bergbaufolgelandschaften Deutschlands, ihre geobotanischen Besonderheiten, ihre natürliche Wiederbesiedlung sowie Rekultivierungsmöglichkeiten.
